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Alle Jahre wieder

Weihnachtszeit, schöne Zeit 

Wir wünschen Ihnen, werte Eigentümer, liebe Kunden und Mieter ein frohes Weihnachtsfest im Kreise Ihrer Familien und Freunde. Wir hoffen, Sie erleben keine bösen Zwischenfälle, wie z. B. einen Wohnungsbrand…

In unseren schlimmsten Träumen wollen wir diesen nicht erleben! Womöglich noch zu Weihnachten! Nicht nur der materielle, auch der immaterielle Schaden wären enorm.

Sicher ist besonders zu Weihnachten die Gefahr eines Brandes am höchsten. Kerzen, Teelichter, Räucherkerzchen sind fast pausenlos im Einsatz und ebenso die Feuerwehr. Was oftmals bleibt, ist die Frage, wer nun für die entstandenen Kosten aufkommt. Dabei scheint es klar – der Brandverursacher muss den Schaden übernehmen. Oder?

Im Allgemeinen ist es tatsächlich so, dass der Brandverursacher bzw. dessen Hausrat- oder Haftpflichtversicherung den Schaden übernimmt. Allerdings gibt es – wie so oft – Ausnahmen. Zum Beispiel dann, wenn der Mieter einer Wohnung über seine Betriebskostenabrechnung anteilig die Kosten für eine Wohngebäudeversicherung zahlt, die der Vermieter abgeschlossen hat. Da der Vermieter per Gesetz verpflichtet ist, die Mietsache (sprich die Wohnung) seinem Mieter in einwandfreiem Zustand zu überlassen, muss er die bestehende Wohngebäudeversicherung für die Schadensbeseitigung in Anspruch nehmen, da der Mieter hierfür bereits die Kosten trägt. So entschied der Bundesgerichtshof mit Urteil vom 19. November 2014 (VIII ZR 191/13), wobei hier wiederum offen blieb, ob der Vermieter die Inanspruchnahme der Wohngebäudeversicherung aufgrund eines unverhältnismäßig ansteigenden Versicherungsbeitrags auch ablehnen darf.

Was ist, wenn… ?

подсвечники и бокалыDamit es erst gar nicht soweit kommen kann und Sie das Weihnachtsfest in Ruhe bei Kerzenschein genießen können, gibt es ganz einfache Grundregeln, die eigentlich jeder kennt, trotzdem alle Jahre wieder nicht beachtet werden. Dazu gehört es, dass Kerzen nicht unbeobachtet bleiben, dass Kinder nicht allein mit Kerzen oder Räucherkerzchen gelassen werden und Kerzen ausschließlich auf feuerfesten Unterlagen bzw. Kerzenständern brennen. Der Weihnachtsfanatiker und Liebhaber alter weihnachtlicher Traditionen wird sich nun fragen, wie er mit seinen Kerzen am Weihnachtsbaum verfahren soll. Am besten wäre es, auf echte Kerzen zu verzichten und auf die elektrische Weihnachtsbaumbeleuchtung zurückzugreifen. Die Gefahr eines Brandes, der innerhalb kürzester Zeit zum Wohnungsbrand ausufern kann, ist so geringer, jedoch nicht ausgeschlossen. Denn ein defektes Kabel an der Lichterkette kann schnell zum Kurzschluss führen und zum Brand.

Bei aller Vorsorge ist es trotzdem nie ganz ausgeschlossen, dass es zu einem Wohnungsbrand kommt. Bevor Sie nun aber in Panik geraten und die Situation so schlichtweg eskaliert, ist es eher wichtig, die Ruhe zu bewahren und einen Schritt nach dem anderen zu gehen. Regel Nummer 1 bei einem Brand, der durch die elektrische Weihnachtsbeleuchtung (oder auch durch andere elektrische Dinge) entstanden ist – löschen Sie diesen Brand niemals mit Wasser! Damit rufen Sie eher noch einen schlimmeren Brand hervor. Das gleiche gilt für Brände, die durch ölige Pfannen oder dergleichen verursacht wurden.

Rufen Sie zu allererst die Feuerwehr! Die Kosten werden in der Regel entweder durch die Hausratversicherung oder die oben bereits erwähnte Wohngebäudeversicherung übernommen. Das Eigentum anderer ist durch die private Haftpflichtversicherung gedeckt. Melden Sie den Schaden zeitnah der jeweiligen Versicherung. Andernfalls kann es passieren, dass diese gar nicht zahlt und Sie den Schaden allein tragen müssen.

Weitere Informationen hierzu erhalten Sie auf Anfrage gern von uns. Schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an. Wir beraten Sie nicht nur zum Thema Wohnungsbrand.

 

Quelle: Pressestelle des Bundesgerichtshofes

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